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Fünf Mann spendeten 250 Liter Blut


Sybille Sennerich, die gute Seele und gleichzeitig Galleonsfugur des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich, wurde jetzt mit der Verdienstmedaille des Rotkreuz-Landesverbandes Nordrhein ausgezeichnet. Hier gratulieren Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld (links) und der Mechernicher Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker. Foto: Manfred Lang/pp/ProfiPress

Hohe Auszeichnungen bei Blutspenderehrung des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich vergeben - Verdienstmedaille des Landesverbandes für „Grande Dame“ Sybille Sennerich – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ist stolz auf die Hilfsbereitschaft der Eifeler und insbesondere der Bürger der Stadt Mechernich

25 verdiente Blutspender, darunter fünf, die bereits zum  100. Mal je einen halben Liter Lebenssaft zur Rettung ihnen völlig unbekannter Menschen gespendet hatten, wurden jetzt in Mechernich ausgezeichnet.

Dazu eingeladen hatte der von Rolf Klöcker geführte Mechernicher Ortsverein des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen.


Sybille Sennerich, die gute Seele und gleichzeitig Galleonsfugur des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich, wurde mit der Verdienstmedaille des Rotkreuz-Landesverbandes Nordrhein ausgezeichnet. Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld durfte die hohe Auszeichnung in Mechernich übergeben. Foto: ml/pp/ProfiPress
Aber auch Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld ließen es sich nicht nehmen, den 25 Lebensrettern persönlich zu danken.
Im Mittelpunkt des Abends, der im Saal der Gaststätte „Zum Krebsbachtal“ in Breitenbenden gefeiert wurde, stand außer den Blutspendern auch jene Rotkreuz-Frau, die immer Regie führt, wenn in Mechernich Blutspendetermin ist. Und das seit Jahrzehnten. Die Rede ist von Sybille Sennerich, der „Grande Dame“ des Rotkreuz-Ortsverbandes Mechernich und Teamleiterin des örtlichen  Blutspendedienstes.

Sybille Sennerich erhielt am Freitagabend, 10. August, die Verdienstmedaille des Rotkreuz-Landesverbandes Nordrhein, eine der höchsten Auszeichnungen, die das Rote Kreuz zu vergeben hat. Überreichen durfte Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld die hohe Auszeichnung. Dann schritten er, Sybille Sennerich, Ortsvereinsvorsitzender Rolf Klöcker, Bereitschaftsführer Manuel Iskra und Schatzmeister Johann Beul zur Ehrung der verdienten langjährigen Blutspender. Besonders zahlreich vertreten waren diesmal Mitarbeiter der Stadtverwaltung Mechernich, was Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, selbst langjähriger Blutspender, besonders freute.


Große Stücke auf die Hilfsbereitschaft der Mechernicher hält Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (stehend), hier am Vorstandstisch mit dem Rotkreuz-Kreisvorsitzenden Erwin Doppelfeld (ganz links), Ortsvereinschef Rolf Klöcker (2.v.r.) und Bereitschaftsführer Manuel Iskra. Foto: ml/pp/ Agentur ProfiPress

Auch zwei der fünf „Hunderter“ waren Stadtbedienstete, nämlich Peter Dierichsweiler und Joachim Gerlitz. Was den Verdienst von Josef Meier, Theo Noisten und Heinrich Trabert nicht schmälerte, die ebenfalls 50 Liter Blut bei 100 Spendeterminen gegeben haben, um anderen das Leben zu retten oder zumindest ihre Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen.

Rotkreuz-Ortsvereinsvorsitzender Rolf Klöcker sagte: „Während früher das meiste Blut für Unfallopfer benötigt wurde, stehen heute Krebs-, Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Erkrankungen an erster Stelle.


Bereits 50 mal Blut gespendet hat Bernhard Stemmler (rechts) von der Stadtkasse. Der Mechernicher Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker gratuliert. Foto: ml/pp/ProfiPress

Über vier Millionen Blutspenden werden zurzeit jährlich in Deutschland benötigt - Anfang der 80er Jahre war es nur die Hälfte. In NRW waren es damals 500 000 Blutspenden – heute über eine Million!“

Mit 75 Blutspenden nicht weit hinter den genannten diesjährigen Spitzenreitern entfernt lagen bei der Ehrung Kurt Hess, Günter Kramp und Albert Meyer mit je 75 Blutspenden. Ein halbes Hundert Blutspenden vollendeten im vergangenen Jahr Rosemarie Feder, Elke Lennartz, Wilfried Müller, Anni Schröder und Bernhard Stemmler.


50 Liter Lebenssaft bei 100 Blutspenden hat Peter Dierichsweiler, Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, bereits beim Roten Kreuz abgegeben. Bereitschaftsführer Manuel Iskra und Ortsvereinsvorsitzender Rolf Klöcker (v.l.) gratulieren. Im Vordergrund Bürgermeister Hans-Peter Schick, der seinerseits auch schon 35mal Blut gespendet hat. Foto: ml/pp/Agentur ProfiPress

Auch sie haben mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als nur einem Menschen das Leben gerettet, so Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld. Rolf Klöcker: „Denn mit einer einzigen Spende kann man vielen Menschen helfen, weil jeder Empfänger einer Transfusion nur die Bestandteile des Blutes empfängt, die er in dem Moment bei seinem Krankheits- oder Verletzungsbild benötigt.“

Eine Spende kann also gleichzeitig Leben retten und die Gesundheit vieler Patientinnen und Patienten erhalten oder wiederherstellen.

Nicht nur bei Genesungsprozessen behilflich, sondern tatsächlich auch den vorzeitigen Tod von Menschen abgewendet haben mit ihren je 25 Blutspenden Rolf Peter Bayer, Regina Josef Beyert, Frank Bich, Johannes Bützler, Marlene Flimm, Manuela Guthausen, Bernd Wilfried Kaiser, Anja Maria Ordziniak, Frank Schmitz, Wolfgang Jürgen Schüller, Bruno Theis und Claudia Zens.

Bürgermeister Schick sagte den Blutspendern insgesamt : „Sie alle geben immer wieder von ihrem Lebenssaft für andere – eine Flüssigkeit, die trotz aller technischen und industriellen Fortschritte auch im 21. Jahrhundert noch immer nicht künstlich hergestellt werden kann.“


Verdiente Blutspender und Rotkreuz-Funktionäre stellten sich während des feierlichen Abends im Hotel "Zum Krebsbachtal" in Breitenbenden zum Gruppenbild auf - ganz links Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld, ganz rechts Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, selbst langjährig aktiver Blutspender. Foto: Manfred Lang/pp/AgenturProfiPress

Für ihn als Bürgermeister, Mitbürger und selbst bereits 35maligen Blutspender sei es eine tolle Erfahrung, festzustellen, dass sich gerade die Eifeler und besonders die Bürger der Stadt Mechernich immer wieder  überdurchschnittlich für soziale und karitative Ziele einsetzen. Nicht nur, aber auch bei der Blutspende. Tatsächlich, so Rolf Klöcker liegt Mechernich bei der Blutspendehäufigkeit unter den zwölf Rotkreuz-Ortsvereinen an zweiter Stelle – berücksichtige man die beiden Blutspende-Marathons in der Firmenicher Zikkurat 2006 und 2007, dann sei die Stadt Mechernich sogar die unangefochtene Spitzenreiterin.

Der Rotkreuz-Ortsverein Mechernich bewirtete seine verdienten Blutspender am Freitagabend nicht nur ordentlich mit Essen und Trinken, es gab auch wertvolle Auszeichnungen, in Gold und Silber, besetzt mit Rubinen und Diamanten. Außerdem erhielt jeder einen reich gefüllten Essenskorb. Last but not least erfuhren die Blutspender auch etwas über die gesundheitlichen Aspekte des Blutspendens. Rotkreuz-Bereitschaftsarzt Dr. Franz Reintke hatte diesmal ein hochinteressantes Kurzreferat zum Thema Blutdruck vorbereitet.

pp/Agentur ProfiPress