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Bürgermeister Schick wird zum Olivenritter geschlagen


Uwe Nikoleit, Heinz Weiler, Günter Heinzen, Axel Lehmann und Karl, Klaus u. Swen Lux hatten sich Trikots mit der Aufschrift „40 Jahre Mechernich - Nyons“ übergestreift und am Mechernicher Nyonsplatz in die Sättel geschwungen. Foto: Joachim Sprothen/KStA/pp/Agentur ProfiPress
40 Jahre Städtepartnerschaft Mechernich-Nyons werden in der Provence groß gefeiert – Auch Freundeskreis-Vorsitzender Wilfried Hamacher erhält am Samstag den Ritterschlag – 131köpfige Mechernicher Delegation reist an

Wie vor ihm schon Peter Giesen, Peter Schüller und andere Mechernicher Bürgermeister, so wird auch das derzeitige Stadtoberhaupt, Dr. Schick, am kommenden Wochenende in Mechernichs französischer Partnerstadt Nyons zum Olivenritter geschlagen. Auch Wilfried Hamacher, der Vorsitzende des Freundeskreises Mechernich-Nyons, wird in den erlesenen Kreis der Olivenritter aufgenommen.


Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erhält am Samstag, 14. Juli, in Nyons den Ritterschlag und wird damit in die Gilde der provenzalischen "Olivenritter" aufgenommen, deren Mitglied auch viele seiner Vorgänger als Bürgermeister von Mechernich bereits waren. Foto: Manfred Lang/pp/ProfiPress
Mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Wilfried Hamacher reisen noch 129 andere Mechernicher in die provenzalische Partnerstadt. Dort wird von Freitag, 13. Juli, bis einschließlich Sonntag, 15. Juli, die bereits seit 40 Jahren bewährte Städtepartnerschaft zwischen beiden Kommunen gefeiert. Die meisten Delegationsmitglieder werden mit dem Bus anreisen. Zwölf Sportkameraden allerdings haben sich eine ungleich beschwerlichere Fortbewegungsart ausgesucht. Sie strampeln die rund
1000 Kilometer vom Bleiberg in die Provence mit dem Rennrad ab.


Start in Mechernich und Kommern

Der Journalist Joachim Sprothen schreibt im „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Das Dutzend Pedalritter setzt sich aus Mitgliedern des Freundeskreise Mechernich-Nyons zusammen. Vergangenen Freitag ging in aller Frühe die erste Gruppe in Mechernich mit sieben Mann an den Start - dem Anlass entsprechend auf dem Nyonsplatz.

Uwe Nikoleit, Heinz Weiler, Günter Heinzen, Axel Lehmann sowie Karl, Klaus und Swen Lux hatten sich Trikots mit der Aufschrift „40 Jahre Mechernich-Nyons“ übergestreift und auf die Sättel geschwungen.

Am Samstagmorgen machte sich eine zweite Gruppe in Kommern auf den Weg mit Wilfried Hamacher, Klaus Tiemann, Hans-Peter Thur, Heiko Bode und Uwe-Jens Lindner - gefolgt von einem Besenwagen.



Rund 1000 Kilometer lang ist die Tour vom Eifeler Bleiberg bis in die Provence. Die Mechernicher Radrennfahrer schreckte das nicht. Foto: joc/pp
Aber den wollen die Sportkameraden allenfalls als Ersatzteillager und nicht etwa als Transportfahrzeug für möglicherweise abgeschlaffte Tourabbrecher benutzen.
Die Kameraden gehen topfit auf die weite Reise. „Wir haben seit Monaten mehrmals wöchentlich trainiert“, so Tourteilnehmer Hamacher, der überdies Vorsitzender des Freundeskreises ist. Zwischen 3500 und 7000 Trainingskilometer habe jeder Nyonsradler im Vorfeld abgestrampelt.


Doping mit Rotwein und Salbe

Seit 1996 sind nunmehr zum dritten Mal Mechernicher auf zwei unmotorisierten Rädern in Richtung Nyons unterwegs - zuletzt im Jahr 2000.
Die 40-Jahr-Feier der Verschwisterung war der passende Anlass, die Tour zu wiederholen. Da die Profis der Tour de France fast zeitgleich ihre Runden drehen, drängte sich die Frage nach etwaigem Doping natürlich auf.

Leistungsfördernde Mittel nähmen auch sie ein, scherzten die Pedalritter aus Mechernich: Rotwein, Grappa und Salben, falls das Hinterteil einmal wund gescheuert sein sollte.
Was nicht gänzlich auszuschließen ist. Wenn die Radler am Freitag, 13. Juli, in Nyons eingetroffen sind, haben sie täglich etwa sechs Stunden im Sattel gesessen und dabei Etappen zwischen 103 und 171 Kilometer  abgestrampelt. Vor ihnen liegt dann noch am Samstag eine zusätzliche sportliche Herausforderung: Gemeinsam mit Freunden aus Nyons wollen sie den 1900 Meter hohen Mont Ventoux erklimmen, und dabei Steigungen von 7,8 Prozent meistern.



Auch Wilfried Hamacher (links), neben Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick künftiger Olivenritter, machte sich mit dem Rad auf die Socken nach Nyons. Pfarrer Michael Stöhr (rechts) hatte Hamacher und seinen Gefährten bereits im Jahr 2000 vorgemacht, wie das geht. Foto: J. Sprothen/KStA/pp/ProfiPress
Tanz und Ritterschlag

Am Nachmittag des 14. Juli steht dann die Teilnahme an den Nyonser Festlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag auf dem Programm. Für den Abend lädt das Commité de Jumelage zum Essen ein, anschließend werden die Pedalritter, falls es die Kräfte noch zuzulassen, auch noch mit den anderen Festgästen das Tanzbein schwingen.

Am Sonntagvormittag gibt die Big-Band der Mechernicher Prinzengarde ein Konzert, um 18 Uhr beginnt dann die offizielle Verschwisterungsfeier.

Neben Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick wird dabei auch der Freundeskreis-Vorsitzende Wilfried Hamacher zum neuen Olivenritter geschlagen.

Am Dienstag wollen die Radsportler wieder in Mechernich eintreffen. Für die Rückreise benutzen sie allerdings Autos. „Die Tour auch noch auf dem Rad zu absolvieren, wäre dann doch zu viel des Guten“, meinte der angehende Olivenritter aus Kommern.

pp/Agentur ProfiPress 
 


 
 
 
 
 
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