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Eifeler sind Lebensretter


Viele Blutspender brachten Freunde, Verwandte oder Vereinskameraden mit. Hier war gleich eine ganze Familie angereist. Foto: Gunnar Tameer Eden/pp/Agentur ProfiPress

Stetiger Andrang beim zweiten Blutspendemarathon in der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat in Mechernich-Firmenich – Reibungsloser Ablauf durch vergrößertes Team und mehr Spenderliegen

Thomas Herzfeld schlägt Alarm. Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Rotkreuz-Blutspendedienstes West hat festgestellt: „Wir halten nur noch 900 Blutkonserven vor, das ist nicht einmal ein Tagesbedarf“. In den Ferienzeiten werden die Blutkonserven immer wieder so knapp, dass sogar wichtige Operationen verschoben werden müssen.



Dr. Hans-Peter Schick, Bürgermeister der Stadt Mechernich, hat den Blutspendemarathon nicht nur im Vorfeld unterstützt. Auch er krempelte für die lebensrettende Blutspende den Ärmel hoch. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Deshalb wurde der zweite Blutspendemarathon im Kreis Euskirchen extra und erstmalig in die Urlaubszeit gelegt.

Am vergangenen Sonntag fand das eindrucksvolle Großereignis in den Räumen der Tanzhalle „TON-Fabrik“ der Zikkurat statt. Rolf Zimmermann, Geschäftsführer des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen, berichtet begeistert: „Trotz Urlaubszeit hatten wir fast die gleichen Zahlen wie im vergangenen Jahr: 622 Spender, davon waren 308 Erstspender oder Spender, die seit langer Zeit zum ersten Mal wieder zu einem Termin gekommen sind“.


Ein starkes Team für den Blutspendemarathon: (von links) Dr. Hans-Peter Schick, Mechernichs Bürgermeister, Thomas Herzfeld, Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Rotkreuz-Blutspendedienstes West, Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, Erwin Doppelfeld, Vorsitzender des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen, Johann Josef Wolf, Eigentümer der Zikkurat und Arnold Tilz, Geschäftsführer der „TON-Fabrik“. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Wichtig sei aber trotz des vorbildlichen Engagements der Bevölkerung, den Fokus nach vorne zu richten. „Ich bedanke mich bei allen Spender und hoffe, dass sie auch weiter zur Blutspende kommen“, so Zimmermann.

Sein Wunsch nach dringend benötigtem Blutspendenachwuchs, also vielen jungen Spendern, ist schon in Erfüllung gegangen. Arnold Tilz, Geschäftsführer der „TON-Fabrik“: „Ich freue mich sehr, dass heute so viele Gäste der Tonfabrik gekommen sind“. Kai (18) und Alex (19) Göhner etwa, die die „TON-Fabrik“ bisher nur aus den Tanznächten kannten. „Das ist eine wirklich gute Idee, hier zu Musik den Blutspendemarathon zu machen“, sagt Alex. Auch Kai ist von der Atmosphäre begeistert: „Krass“, sagt er im zeitgemäßen Jugendjargon.


Schon öfter waren sie abendliche Gäste in der Diskothek „TON-Fabrik“, beim Blutspendemarathon zeigten Kai (links) und Alex Göhner vorbildlichen Einsatz in der Tanzhalle in Firmenich und lobten die Atmosphäre. Foto: gte/pp/Agentur ProfiPress

Und „TON-Fabrik“ Betreiber Tilz hat auch selbst die Ärmel hochgekrempelt und einen halben Liter Blut gespendet.

Rolf Klöcker, der Vorsitzende des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich, ist hocherfreut über die Resonanz: „Das ist wesentlich mehr als ein Blutspendetermin, das ist ein toller Event mit guter Stimmung!“

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick hat den Blutspendemarathon nicht nur im Vorfeld unterstützt. Auch er krempelte für den lebensrettenden halben Liter Blut den Ärmel hoch.


Gute Organisation sorgte für einen problemlosen Ablauf beim Blutspendemarathon. Foto: gte/pp/ Agentur ProfiPress

„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich für andere einbringen, die mitmenschliche Solidarität beweisen“, sagt Mechernichs erster Bürger, „Für diese lebenserhaltende Hilfe, für den Gemeinsinn und das Verantwortungsgefühl danke ich allen Spendern!“

Achim Bekisch sagt: „Jeder kann einmal Blut benötigen und ist dann froh, dass es Spender gibt“. Auch Peter Eppelt ist regelmäßiger Blutspender und betont:


Viele junge Menschen waren zum Blutspendemarathon in die Tanzhalle „TON-Fabrik“ gekommen. Dieser „Blutspendenachwuchs“ wird dringend gebraucht. Foto: gte/pp/ProfiPress

„Wie notwendig die Blutkonserven sind, weiß eigentlich jeder. Und die Blutspende ist kein Aufwand.“

Damit die Wartezeit der Spendewilligen möglichst kurz ausfiel, hatte das Rotkreuz-Team im Vergleich zum Vorjahr noch einmal kräftig aufgestockt: Ein zusätzliches zehnköpfiges Blutspendeteam und 20 weitere Spenderliegen sorgten für einen problemlosen Ablauf. So waren insgesamt etwa 100 Rotkreuzler im Einsatz, 70 davon rein ehrenamtlich.

Johann Josef Wolf, Eigentümer der Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat, lobt das Engagement der Zikkurat-Geschäftsleute: „Das ist eine wichtige Sache, die muss unterstützt werden“.
So hat das Zikkurat-Team nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Jeder Spender bekam auch als Dankeschön Gutscheine und Ermäßigungskarten von den Geschäftsleuten geschenkt.


Ein eindrucksvolles Bild bot sich den Besucher des Blutspendemarathons. „Das ist ein toller Event“, so Rolf Klöcker, Vorsitzender des Rotkreuz-Ortsvereins Mechernich. Foto: gte/pp/ProfiPress


Auch Landrat Günter Rosenke war mit von der Partie und hat den Blutspendemarathon nicht nur ideell, sondern auch durch eigenen Aderlass unterstützt. „Wenn es morgen kein Wasser mehr gäbe, würden sich heute noch alle die Kanister füllen. Wenn aber die Blutkonserven knapp werden, fangen viele Leute erst einmal an, nachzudenken“, sagt Rosenke. Er hält das Blutspenden für eine Gemeinschaftsaufgabe und fordert daher alle Spendenfähigen auf, zu Lebensrettern im Kreis Euskirchen zu werden.


Beim „Blutspende-Glücksrad“ vor den Toren der „TON-Fabrik“ konnte man allerlei Nützliches gewinnen, so auch ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Mit Herzblut dabei“. Foto: gte/pp/ProfiPress
Aber nicht nur die eigentliche Blutspendeaktion war ein erlebenswertes Ereignis. Es gab auch eine Fahrzeugausstellung von Rotkreuz, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Polizei auf dem Gelände vor der „TON-Fabrik“. Kurzweil boten die Rotkreuzler zusätzlich am Glücksrand, bei der Kinder-Hüpfburg oder bei dem Aufbau der Rotkreuz-Bergwacht: Dort konnten sicher angeleinte Wagemutige versuchen, einen möglichst hohen Kistenstapel zu erklettern. Und die Wasserwacht der Rotkreuzler hatte ihr leistungsfähiges Rettungsboot mitgebracht.

pp/Agentur ProfiPress
 



 
 
 
 
 
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