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Gedenken an die Reichspogromnacht


Einen Davidstern aus Gedenklichtern bildeten junge und ältere Friedensdemonstranten, die am Freitagabend, dem Jahrestag der von den Nazis so genannten "Reichskristallnacht", durch Mechernich zogen, um gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus zu demonstrieren. Foto. Gudrun Klinkhammer/kr/
Agentur ProfiPress

Kerzen und Lichter entzündet im Andenken an die einst blühende jüdische Gemeinde von Mechernich und die von den Nazis ermordeten Mitbürger 

Der einst blühenden jüdischen Gemeinde von Mechernich und der Vertreibung und Ermordung vieler Mechernicher Bürger jüdischen Glaubens gedachten am Freitagabend, 10. November, zahlreiche Friedensdemonstranten in Mechernich. Am Jahrestag der Reichpogromnacht taten sich zum sechsten Mal in Folge Bürger, Politiker, Kirchenvertreter und Schüler, in Sonderheit solche der neuen städtischen Realschule, zusammen, um an die Gräuel der Nazidiktatur und ihre Opfer in Mechernich zu denken.


"Gott ist kein Gott der Toten", stand auf einer der zahlreichen Kerzen, die an der Linde, dem Standort der ehem. Mechernicher Synagoge, entzündet wurden: "... sondern ein Gott der Lebenden, der alles lebendig macht". Foto: kli/kr/pp

Der Demonstrationszug steuerte dabei drei Gedenkstellen an: den Rathausplatz, den Gedenkstein an der Linde, wo einst die Mechernicher Synagoge stand, und das Eifelcenter, wo sich die Nazis in einer heute nicht mehr existenten Wirtschaft Mut angetrunken hatten, bevor sie mit großer Brutalität und Rücksichtslosigkeit gegen die Mechernicher Juden vorgingen.

Gudrun Klinkhammer schreibt in der „Kölnischen Rundschau“: „Die Konfirmandin Sabrina Draht trug eine Begebenheit vor, in der eine Mutter und ihr Sohn die Geschehnisse rund um die Reichspogromnacht schildern. Schlichte, aber bedrückende Worte.“

Zum Gedenken an die Mitbürger, die dem Naziterror zum Opfer fielen, entzündeten die Demonstrationsteilnehmer viele Kerzen, Wind- und Teelichter. Das Schweigen und die in Worte gefassten aufrüttelnden Gedanken sorgten für Nachdenklichkeit. Und für Solidarität mit den Ermordeten, die von den Lebenden einfordert, dass so etwas nie wieder geschehen darf.

pp/Agentur ProfiPress
   







 Eindrucksvoll wie dieses Foto der Journalistin Gudrun
 Klinkhammer (Kölnische Rundschau) war auch die
 Atmosphäre beim Gedenken an die Reichspogromnacht
 1938 in Mechernich.