Logo der Stadt Mechernich
Bilderleiste Kopf
Blauer Kasten
  Stadtplan // eCards // Impressum // Datenschutz // Sitemap // English
 
   Kontakt // Gästebuch
 

Alte Pumpenstation in Eigenleistung renoviert


Eine konzertierte Aktion am alten Lorbacher Pumpenhaus wurde erfolgreich abgeschlossen: Der Junggesellenverein und die hier von Baptist Schnichels (rechts) und Johann Reitz vertretene "Rentnerband" restaurierten das Herz- und Kernstück der früheren Wasserversorgung von Lorbach und Bergheim von Grund auf. Ortsvorsteher Manfred Kreuser (Zweiter von links) ist stolz auf das bürgerschaftliche Engagement "seiner" Lorbacher. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
400 ehrenamtliche Arbeitsstunden abgeleistet – Als die Junggesellen den Anfang gemacht hatten, zog auch die „Rentnerband“ mit – Ortsvorsteher Manfred Kreuser ist stolz auf den Hand- und Spanndienst “seiner“ Lorbacher

Ortsvorsteher Manfred „Manni“ Kreuser ist stolz auf „seine“ Lorbacher: Sie haben in Eigenregie die alten Pumpenstation von 1928 zwischen Lorbach und Bergheim von Grund auf renoviert und damit vor dem Verfall gerettet. Das Gebäude war einst als Sammler der Quellen von Adersberg und Rinnchen Herz- und Kernstück der Wasserversorgung von Lorbach und Bergheim. Bis 1975 wurde dort das Trinkwasser aus den Quellen gesammelt und in den Hochbehälter unterhalb des Pflugberges auf der anderen Seite des Lorbachtales gepumpt.

Von dort lief das wertvolle Nass seit 1928 mit natürlichem Gefälle in das damals für 60 000 Mark neu gebaute Wasserleitungsnetz von Lorbach und Bergheim.

„Durch den Bau der Untertageanlage der Bundeswehr“, so Dorfhistoriker Baptist Schnichels, „versiegte die Quelle in den siebziger Jahren mehr und mehr.“ Es musste Chlor zugesetzt werden. Der Pumpenwärter zog sich Atemwegsverätzungen zu. Schnichels: „1975 war dann ganz Schluss: Die Wasserleitungen von Lorbach und Bergheim wurden an die Urfeyer Wasserversorgung angeklemmt.“

Damit war die alte Pumpenstation ihres Zwecks beraubt. Sie verfiel mehr und mehr - bis sie Mitte der 90er Jahre ganz baufällig geworden war. Ortsvorsteher Manfred Kreuser startete bereits damals einen Vorstoß beim früheren Mechernicher Bürgermeister Heinrich Schaper, der auch tatsächlich Mittel für Material in Aussicht stellte, falls die Lorbacher die Arbeiten im Hand- und Spanndienst selbst bewerkstelligen würden.

Es gingen noch einige Jahre ins Land, ehe das Projekt unter der Ägide von Mechernichs heutigem Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick endlich in Angriff genommen wurde. Die Initialzündung kam vom elfköpfigen Junggesellenverein. Dessen Vorsitzender Mathias Steffens: „Wir haben das baufällige alte Dach entfernt, einen neuen Ringanker gegossen, einen neuen Dachstuhl gebaut und das Dach abschließend neu eingedeckt.“
  
Damit imponierten die Junggesellen den Alten. Johann Reitz, der eigentlich dafür plädiert hatte, die frühere Pumpenstation abzureißen, ging jetzt mit gutem Beispiel voran: „Als die Jungen den Anfang gemacht hatten, habe ich gesagt, jetzt müssen wir auch mit anpacken.“ Reitz blieb nicht alleine, sondern auch die übrigen Mitglieder jener „Rentnerband“ machten mit, die laut Ortsvorsteher Manfred Kreuser in und um Lorbach so vieles in Schuss bringt.

Bei den jetzt abgeschlossenen umfangreichen Renovierungsarbeiten packten auch Michael Schnichels, Peter Pützer, Heinrich Schumacher und Baptist Schnichels mit an. Nachdem alles wieder aussieht wie aus dem Ei gepellt, brachten die Lorbacher außen noch eine marmorne Gedenktafel an, die daran erinnert, dass das schmucklose Zweckgebäude früher als Quellfassung und Pumpenstation diente und mit ihr 1928 die Segnungen der Zivilisation in Lorbach Einzug hielten.

pp/Agentur ProfiPress