„Überregionales Vorzeigeobjekt“

Nicht nur "Guckpublikum" besuchte die Streuobstwiesen rund um Glehn. Es wurde auch viel gekauft - unter anderem die Früchte alter Obstbaumsorten. Foto: ProfiPress So lautet das Urteil einer Journalistin über das jüngste „Eifeler Obstwiesenfest“, das zum wiederholten Male auf Mechernicher Boden stattfand - und zwar in Glehn
Schätzungsweise 2000 Menschen besuchten am Sonntag die neueste Auflage des Eifeler Obestwiesenfestes. Es fand nach alter Väter Sitte wieder auf den Streuobstwiesen rund um Bauernhöfe und Pfarrkirche St. Andreas im zur Stadt Mechernich gehörenden Dorf Glehn statt.
Eingeladen hatte einmal mehr der Eifeler Obstwiesenverein „Renette“. Er hatte ein reichhaltiges Programm rund um die Früchte der Natur und deren Verarbeitung auf die Beine gestellt. „Öko“-Udo Zerfowski vom Vereinsvorstand: „Wir freuen uns in diesem Jahr besonders über ein sehr aufgeschlossenes Publikum, was die Ernährung angeht. Die Besucher hier zeigen sich sehr naturverbunden und interessiert.“ Kein Stückchen Papier oder Abfall sei von den Gästen achtlos auf die Erde geworfen worden, sagte Zerfowski.

Viele Eifeler Hochstammapfelsor-ten sind in diesem alten Wagenrad vereint. Es gehörte zu den vielen stilvollen Dekorationen auf dem Eifeler Obstwiesenfest in Mecher-nich-Glehn. Foto: KLI / ProfiPress Ausschließlich ungespritztes Obst alter Sorten, gewachsen an Hochstamm-Bäumen in extensiver Bewirtschaftung, wurde angeboten. Äpfel in allen „Schattierungen“ und daraus resultierende Produkte wie Saft, Wein, Gelee oder Schnaps warteten an diversen Ständen auf Käufer und Verköstiger. Doch auch die Verarbeitung stand auf dem Programm. So konnten die Gäste an einem Punkt Äpfel schälen, mit dem Ziel, in 90 Sekunden die meiste Apfelrinde an einem Stück herunterzuschälen.
Gudrun Klinkhammer schreibt in der „Kölnischen Rundschau“: „Die Gäste erhielten auch einen Einblick in die Wald- und Forstwirtschaft. Carsten Pilzecker, ein Forstfachmann aus Mechernich-Kommern, hatte ein mobiles Sägewerk auf der Wiese von Peter Voissel aufgestellt, zudem diverse Motorsägen und andere Geräte zur Holzverarbeitung.“
Einen Einblick in die Arbeit von Boarder-Collies, von der englisch-schottischen Grenze stammenden Hirtenhunden, gaben Dr. Iris Feuser und Dr. Martin Solbach aus Nöthen. Gudrun Klinkhammers Fazit in der „Rundschau“: „In den vergangenen Jahren wurde das Obstwiesenfest zum überregionalen Vorzeigeprojekt!“
pp/Agentur ProfiPress




















