2000-Euro-Scheck für Mechernicher Tafel

Foto: Manfred Lang / Agentur ProfiPressMechernich-Stiftung überreichte am 14. August d.J. einen Scheck – Tafel-Mitarbeiter versorgen rund 1000 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln – Dringend gebraucht wird ein Lieferwagen
Einen Scheck über 2000 Euro überreichten am Montag, 14. August, Walter Eich (Mitte, rechts) und Christian Baans (ganz links) von der Mechernich-Stiftung an die „Mechernicher Tafel“.
„Die Tafel ist nicht nur ähnlich jung wie die Mechernich-Stiftung“, sagte Walter Eich: „Sie verfolgt auch die Ziele, die sich auch die Bürgerstiftung in der Stadt Mechernich auf die Fahnen geheftet hat: Sie lindert Not unter den Einwohnern der Stadt Mechernich, sie hilft praktisch vor der eigenen Haustüre, in der Nachbarschaft eines ganz konkreten Gemeinwesens.“
Die 2000 Euro der Mechernich-Stiftung sind für einen neuen Kleintransporter bestimmt, den die von Wolfgang Weilerswist (Mitte, links) geführte „Tafel“ spätestens im Frühjahr 2007 anschaffen muss.
Der vorhandene Transit, mit dem Woche für Woche bis zu 4 Tonnen Lebensmittel in Bäckereien, Geschäften und Großmärkten der Region zusammen gekarrt werden, ist bereits alt und sehr reparaturanfällig.
Jetzt werden 15 000 bis 20 000 Euro benötigt, um ein neues oder gut gebrauchtes Fahrzeug für die Logistik der „Tafel“ anzuschaffen. „Mit dem Scheck der Mechernich-Stiftung haben wir die ersten 10 000 voll“, freute sich Vorsitzender Wolfgang Weilerswist. Jetzt hofft er auf weitere Spenden – oder auch das freundliche Entgegenkommen eines Autohauses.
Pfarrer Michael Stöhr, der sich ebenfalls im Vorstand der Mechernicher Tafel engagiert, sagte anlässlich der Scheckübergabe, dass sich rund 30 Leute in der Lebensmittelversorgung Bedürftiger engagieren. Das gilt sowohl für die Beschaffung von Lebensmitteln und für die gerechte Verteilung dienstags und freitags zwischen 11 und 13 Uhr in der alten Schule im Sande als auch für die gezielte Zustellung von Lebensmitteln an Bedürftige, die bettlägerig oder behindert sind.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Bedürftigen selbst in der „Tafel“ engagieren. Viele packen mit an und erledigen Aufgaben in der Lebensmittelbeschaffung und -verteilung. Andere zahlen einen Obolus für die empfangenen Lebensmittel – und sei er noch so klein -, um ihren Beitrag zum Überleben der „Tafel“ zu leisten.
Die Hoffnung, dass sich die Versorgungslage in Mechernich etwas entspannen würde, wenn in Kall eine Dependance eröffnet wird, hat getrogen. Wolfgang Weilerswist: „Obwohl wir jetzt von Kall aus ebenfalls 350 bis 400 Menschen versorgen, hat das in Mechernich zu keinen nennenswerten Rückgängen geführt.“ Weilerswist rechnet damit, dass in Kall zwischen 40 und 60 und in Mechernich 180 bis 200 Familien von der Lebensmittelversorgung durch die „Tafel“ abhängig sind.
Besonders stark sei der Zulauf alter Menschen, vor allem älterer Frauen. Weilerswist: „Ohne die Gründung in Kall hätten wir unsere Kapazitätsgrenze in den vorhandenen Räumlichkeiten bereits überschritten. Wir müssten expandieren – oder bedürftige Menschen abweisen.“
Manfred Lang/Agentur ProfiPress




















