Einmalig in ganz NRW - Blutspende-Marathon in Firmenich

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (links) und Landrat Günter Rosenke ließen sich zur Freude des Rotkreuz-Kreisvorsitzenden Erwin Doppelfeld (Mitte) auf einer Blutspender-Pritsche nieder. Rosenke ist Schirmherr des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen, auch Dr. Schick ist regelmäßiger Blutspender und engagiert sich für den Rotkreuz-Ortsverein Mechernich. Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPressBlutspendedienst West lobt Zikkurat-Marathon als vorbildlich – 642 Lebensretter registriert, davon 336 Erstspender
Der erste Blutspende-Marathon in der Geschichte des Kreises Euskirchen war ein Riesenerfolg: 642 Menschen ließen sich am Sonntag, 27. August, in der Ton-Fabrik der Firmenicher Zikkurat je einen halben Liter des kostbaren Lebenssaftes abzapfen, um damit anderen Menschen das Leben zu retten oder verlängern zu helfen.
Davon waren 262 Erstspender und 74 Wiederholungsspender, die sich vom Blutspende-Marathon motivieren ließen, nach langjähriger Pause wieder zur lebensrettenden Blutspende zu gehen.

Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (von links nach rechts) unterstützte die Solidaritätsaktion "Wir EIFELer helfen - Lebensretter im Kreis Euskirchen" ebenso wie Thomas Herzfeld vom Blutspendedienst West, Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld, Landrat Günter Rosenke und Heinz Kapschak vom Institut für Transfusionsmedizin des Roten Kreuzes in Breitscheid. Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress„Das sind 336 Spender, die sich eigens wegen des Solidaritätsevents am Sonntag zur Blutspende animieren ließen“, resümiert Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Zimmermann gestern gegenüber der Presse.
„Das ist Eifel pur“, sagte Thomas Herzfeld vom Blutspendedienst West in Breitscheid: „Ein solches Ergebnis und eine auf Anhieb so erfolgreiche Blutspende-Veranstaltung hat es in ganz Nordrhein-Westfalen noch nicht gegeben.“
„Ein schönes Geschenk zum 60. Geburtstag des Bundeslandes“, befanden unisono Rotkreuz-Kreisvorsitzender Erwin Doppelfeld, Landrat Günter Rosenke und Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, die sich alle drei pünktlich am Sonntagmorgen um 11 Uhr zum Start des ersten Blutspende-Marathons in der Geschichte des Kreises Euskirchen in der Ton-Fabrik einfanden.
An vier Computerarbeitsplätzen parallel wurden die Blutspender in der Zikkurat registriert. Dennoch kam es zu langen Wartezeiten, die die Blutspender mit großer Geduld und Gelassenheit über sich ergehen ließen. Das Rote Kreuz dankte ihnen dafür ganz ausdrücklich. Foto: Manfred Lang/ProfiPress
Landrat Rosenke, Schirmherr des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen, lobte den Marathon als Auftakt eines Jahres der Blutspende im Kreis Euskirchen, zu dem das Rote Kreuz in Gemeinschaft mit den Freiwilligen Feuerwehren, der Polizei, DLRG, Caritas, THW, MHD, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und anderen Wohlfahrts- und Rettungsorganisationen aufgerufen hat.
Rosenke: „Das ist Zusammenarbeit wie zwischen den Zahnrädern eines Schweizer Uhrwerkes, dessen Spannkraft aus dem Engagement und der Solidarität der Kreisbevölkerung kommt.“

Von den mehr als 1000 Menschen, die den ersten Blutspende-Marathon in der Geschichte des Kreises Euskirchen am Sonntag in der Firmenicher Zikkurat besuchten, wurden 642 zur Ader gelassen - 336 von ihnen erstmals überhaupt oder nach langer Blutspender-Pause. Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPress
Beim Firmenicher Blutspende-Marathon, so der Landrat, gebe es nur Sieger: die Spender ebenso wie die mit Blutspenden geretteten Menschen. Rosenke: „Heute haben wir es mit einem Marathon zu tun, bei dem alle, die mitmachen, als Lebensretter aufs Siegertreppchen gehören.“
Rotkreuz-Geschäftsführer Rolf Zimmermann freute sich ebenso wie Landrat und Bürgermeister, dass so auffallend viele junge Menschen am Sonntag in der Ton-Fabrik der Zikkurat erstmals zur Blutspende gingen. Zimmermann: „Das ist eine Basis, auf der der jüngere Teil der Kreisbevölkerung Blutspenden wieder zum Normalfall machen kann: Es muss wieder Ehrensache sein, Blut zu spenden.“

Wo sich sonst Tausende junger Menschen amüsieren, schwofen und tanzen, wurde diesmal lebensrettendes Blut gespendet. Besonders viele junge Leute beteiligten sich am ersten Blutspende-Marathon in der Geschichte des Kreises Euskirchen. Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPressZimmermann ist zuversichtlich, dass es auch im Kreis Euskirchen gelingen kann, einen „Club 25“ zu bilden, wie es ihn in vielen Ländern Afrikas und Asiens bereits gibt: Dort geben junge Menschen eine freiwillige Selbstverpflichtung ab, bis zu ihrem 25. Lebensjahr mindestens 25 mal zur Blutspende zu gehen.
Rolf Zimmermann hat sehr gut gefallen, wie die erfahrenen Blutspender die Erstspender am Sonntag beraten und beruhigt hätten.
Überhaupt hätten die Spender angesichts des Massenandrangs beim ersten Blutspende-Marathon im Kreis Euskirchen eine Menge Geduld beim Warten aufbringen müssen, so Geschäftsführer Zimmermann: 
Auffallend viele junge Menschen gingen am Sonntag, 27. August, während des ersten Blutspende-Marathons in der Firmenicher Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat zur Blutspende. Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress
„Dafür entschuldigen wir uns. Andererseits möchten wir uns ganz herzlich bedanken, dass die wartenden Spender trotz der bei einem solchen Großevent ungewöhnlich langen Wartezeiten so geduldig geblieben sind.“
Das Rote Kreuz hatte den fünf teilnehmerstärksten Gruppen einen öffentlichkeitswirksamen Fototermin versprochen. Auf den können sich jetzt fünf Gruppierungen aus dem Kreis der Veranstalter freuen: das Technische Hilfswerk Euskirchen, das Rote Kreuz Weilerswist sowie die Freiwilligen Feuerwehren Kommern, Obergartzem und Mechernich.
pp/Agentur ProfiPress
Danksagung des Mechernicher Bürgermeisters Dr. Hans-Peter Schick an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 1. Blutspende-Marathons ...
Exakt 528 Milliliter kostbaren Lebenssaft stellte jeder der am Sonntag registrierten 642 Blutspender in der Ton-Fabrik für den lebensrettenden Zweck zur Verfügung.
Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress
Im Rahmenprogramm des ersten Blutspende-Marathons des Roten Kreuzes und vieler anderer Hilfsorganisationen am Sonntag in und an der Firmenicher Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat gab es zahlreiche Attraktionen. Bei der Bergwacht des Roten Kreuzes konnten angeseilte Kinder gefahrlos auf Kästenstapeln in die Höhe klettern.
Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress

Auch die Hundesuchstaffel des Rotkreuz-Kreisverbandes Euskirchen, Ortsverein Kall, demonstrierte am Rande des Blutspende-Marathons an der Zikkurat die Fähigkeit ihrer vierbeinigen Rotkreuz-Mitarbeiter.
Foto: Gunnar Tameer Eden/Agentur ProfiPress




















