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Neues Jugendzentrum eingeweiht


Zur Einweihung der neuen "Kleinen Offenen Tür" (K.O.T.) im Mechernicher Schulzentrum hatten die jungen Leute ein "Hausschild" aus Papierblumen hergestellt.  FOTO: TAMEER GUNNAR EDEN/
AGENTUR PROFIPRESS
Stadt Mechernich und katholische Kirche machen im Interesse der Jugend gemeinsame Sache - 
Die Stadt Mechernich und die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist haben im Mechernicher Schulzentrum ein gemeinsames Jugendzentrum eingerichtet

Die „Kleine Offene Tür“ (K.O.T) ist wochentags von 13.00 bis 21.00 Uhr und alle 14 Tage samstags von 13.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Eins steht für den Mechernicher Pfarrer und Dechanten Erik Pühringer von vorne herein fest: „Wir wollen das Beste für die Jugendlichen in Mechernich“.
Das sagte er jetzt bei der Eröffnung des neuen Jugendtreffs im Schulzentrum Mechernich.


Dechant Erik Pühringer ist neben dem städtischen Beigeordneten Christian Baans einer der "geistigen Väter" des neuen gemeinsamen Jugendtreffs in Mechernich. Er segnete die neuen Räumlichkeiten auch ein. FOTO: EDEN/PROFIPRESS
„Seine“ Pfarrgemeinde und die Stadt Mechernich hätten in Zeiten der finanziellen Kürzungen aus der Not eine Tugend gemacht, so Pühringer,  und aus zwei parallel betriebenen Jugendeinrichtungen in der Bergstraße, beziehungsweise am Pfarrheim eine gemeinsame. Und die befindet sich jetzt da, wo sich die Jugendlichen ohnehin am meisten aufhalten: im Schulzentrum.

Im Erdgeschoss wurden frühere Lagerräume der Rumänienhilfe in eine helle und freundliche „Offene Tür“ verwandelt.
Die Stadt hat sich den Ausbau, den hauptsächlich Bauhof-Mitarbeiter bewerkstelligten, rund 50 000 Euro kosten lassen. Neben neuen Toiletten wurde auch ein behindertengerechter Eingang gebaut.

Ausgestattet mit Computern und Spielkonsolen, aber auch „Klassikern“ wie Billard und Kicker sowie mit reichlich Gesellschaftsspielen finden Jungen und Mädchen verschiedenen Alters reichlich Betätigung. Sie nutzen den neuen Jugendtreff bereits eifrig, der ja längst vor der offiziellen Einsegnung in Betrieb war.


Man kann nicht nur draußen auf dem Sportplatz vor der "K.O.T." Fußball spielen: Drinnen stehen Kickertische, an denen man auch mit wenig Mitspielern große Partien austragen kann. FOTO: TAMEER GUNNAR EDEN/AGENTUR PROFIPRESS

Den beiden bisher getrennten und nun aufgelösten Jugendtreffs von Stadt und Pfarrgemeinde trauert  hier keiner nach, so ein Jugendlicher: „Ich find`s toll und bin fast jeden Tag hier.“ Die neue Einrichtung zählt bereits durchschnittlich über 60 jugendliche Besucher pro Tag. Betreut wird die K.O.T. von zwei Vollzeitkräften: Anja Lehmann (katholische Kirche) und Sieglinde Gehring (Stadt Mechernich).
Von der ersten Idee bis zur Umsetzung der gemeinsamen kirchlich-städtischen K.O.T. zogen fünf Jahre ins Land. Dechant Pühringer: „Richtig ins Rollen kam die Angelegenheit erst, als ich im Krankenbett lag und Beigeordneter Baans mich besuchte.“


"Klassiker" wie Dame und Mühle stehen im reichlich bestückten Spieleschrank, aber auch moderne Gesellschaftsspiele stehen den Jungen und Mädchen zur Verfügung. Bereits vor der offiziellen Einsegnung wurden im Schnitt über 60 jugendliche Besucher pro Tag gezählt. FOTO: T.G. EDEN/
AGENTUR PROFIPRESS
„Natürlich wird nicht alles so bleiben, wie es jetzt ist“, sagte der Pfarrer im Rahmen der Einsegnung. Das Konzept bleibe entwicklungsfähig und ausbaubar, je nach den Bedürfnissen der Jugendlichen, aber auch angesichts der Rahmenbedingungen.
„Hier sollen nicht die Institutionen im Vordergrund stehen, sondern die Jugendlichen“, so Christian Baans, der stellvertretende Leiter der Stadtverwaltung Mechernich. Baans und Pühringer sehen in der Einrichtung ein wegweisendes Projekt, das langfristig angelegt ist.
Aktuell zur Fußballweltmeisterschaft und zum Kennenlernen des neuen Jugendtreffs gibt es jetzt montags und mittwochs nachmittags ein Angebot zu den aktuellen WM-Partien.
Nach dem Motto „Wer oder was ist Trinidad & Tobago und wo liegt Togo? Welche Sprache spricht man an der Elfenbeinküste?“ Auch Aktionen außerhalb wie eine bereits ins Auge gefasste Fahrt in einen Kletterpark werden vom engagierten Personal zum kleinen Preis angeboten.

pp/Agentur ProfiPress