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Ein Grabstein für Eduard Levano


Foto: ProfiPress
Späte Erinnerungsstätte an eine alte jüdische Familie – Hauptschule Satzvey und Grundschule Kommern arbeiten zusammen an dem Projekt

Wilfried Beitz, Kommerner Grundschullehrer und ambitionierter Holzbildhauer aus Bad Münstereifel, ließ sich am Sonntag, 21. Mai, beim Schulfest der Grundschule Kommern über die Schulter schauen, wie er den Grabstein für Eduard Levano gravierte.

Auf Initiative der Hauptschule Satzvey, die vor Jahren das Projekt „Juden in Kommern“ angestoßen hat, soll dem 1937 verstorbenen Eduard Levano am Dienstag, dem 14. Juni 2006, um 11 Uhr auf dem jüdischen Friedhof in Kommern ein Grabstein gesetzt werden.

Levano war am 15. November 1937 nach einer beispiellosen Hetzkampagne gestorben. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof zwar beigesetzt, aber die Nazi-Administration erlaubte der Familie nicht mehr, einen Grabstein aufzustellen. Die Geschwister Paula, Flora, Hugo und Elvira kamen im Holocaust um. Einzige Überlebende waren Lilly Kaufmann, eine Nichte Eduard Levanos, und Bruder Arthur Levano. Sie entkamen nach England.

Wie Doris Königshoven, die Rektorin der Hauptschule Satzvey, auf dem Kommerner Grundschulfest berichtete, kommt zum Aufstellen des Grabsteins am 14. Juni Adrian Levano, ein Sohn Arthurs und Neffe Eduard Levanos aus London. Außerdem hat  Ursula Beul von der Stadt Mechernich Herbert Rubinstein von der jüdischen Kultusgemeinde in Düsseldorf eingeladen.

Die Aktion „Juden in Kommern“ war bereits vor etlichen Jahren von der Satzveyer Hauptschul-Lehrerin Gisela Freier gemeinsam mit einer 10. Klasse angestoßen worden. Unter anderem wurden „Stolpersteine“ mit den Namen Kommerner Juden im historischen Ortskern in die Erde gesetzt. Traditionell widmen sich seither die 10. Schuljahre der Hauptschule Satzvey dem Thema. Wolfgang Freier unterstützt seine Frau und deren Schüler durch entsprechende Recherchen zu den jüdischen Familien von Kommern.

Das Projekt „Ein Grabstein für Eduard Levano“ wurde auf dem ersten „Tag des Friedhofs“ geplant, den die Stadt Mechernich im Herbst 2005 in Kommern veranstaltet hatte.  

pp/Agentur ProfiPress