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"Pänz" glücklich über die Mechernich-Stiftung


Foto: Agentur PROFIPRESS
Bescherung im Frühling: Lehrreiches Spielzeug für Nachmittagsbetreuung in den Grundschulen Mechernich und Kommern angeschafft

Große Augen machten die Grundschulkinder in Mechernich und Kommern in der vergangenen Woche, als ihnen Vorsitzender Christian Baans und Stellvertreter Walter Eich von der Mechernich-Stiftung einen Besuch abstatteten. Denn die beiden waren nicht mit leeren Händen gekommen. Es gab jede Menge Lehrspielzeug für die Nachmittagsbetreuung in den Grundschulen Mechernich und Kommern. Die beiden Schulen werden nämlich als sog. „Offene Ganztagsschulen“ betrieben und sind auch über Mittag offen.


Bei den Schulleitern Rita Gerdemann (Mechernich) und Willy Gemünd (Kommern) war die Überraschung über die vorfrühlingshafte Bescherung der Mechernich-Stiftung nicht ganz so groß wie bei ihren kleinen Schützlingen: Die beiden Rektoren waren schon vorher von Baans und Eich eingeweiht worden, dass die neue Bürgerstiftung für das Stadtgebiet Mechernich, die „Mechernich-Stiftung“,  ihre allererste Ausschüttung zugunsten der beiden Grundschulen vornehmen wollte.

Gemünd und Gerdemann hatte auch im Verein mit ihrem Lehr- und Nachmittags-Betreuungspersonal überlegt, was man denn sinnvoller Weise mit den insgesamt 1000 gestifteten Euro anschaffen sollte. Beim Besuch des Stiftungsvorsitzenden und Mechernicher Beigeordneten Christian Baans sowie seines Stellvertreters Walter Eich hatten die beiden Schulen alles auf prall gefüllten Gabentischen arrangiert, was mit dem Geld der Mechernich-Stiftung angeschafft worden war.

Die erst im Herbst durch eine private Erststiftung von 50 000 Euro gegründete Mechernich-Stiftung will mit ihren Ausschüttungen von Spenden und Anlageerlösen aus dem Stiftungskapital gezielt, gemeinnützig und karitativ Gutes im Stadtgebiet Mechernich tun. Im Laufe des ersten Jahres sollen insgesamt rund 6000 Euro ausgeschüttet werden.

Die Jugend- und Altenhilfe stehen im Stiftungszweck ganz oben an, aber auch bedürftige Personen und sozial schwache Familien in Randgruppen können gefördert werden. Die Stiftung steht jedem offen, der zustiften oder spenden will. Bei Einzahlungen auf das Stiftungskonto (Volksbank Euskirchen, BLZ 382 600 82, Kt-Nr. 217 036 011 oder Kreissparkasse Euskirchen, BLZ 382 501 10, Kt-Nr. 153 73 07) bitte die Adresse angeben. Steuermindernd wirkende Spendenquittungen zur Vorlage beim Finanzamt werden automatisch zugestellt.

(pp/Agentur ProfiPress)


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Manche Eltern sind zu arm, um ihren Kindern das Schulessen zu bezahlen


Die Hauswirtschaftsmeisterin Frederike Nesselrode (von links) zeigt den Kommerner Grundschülern, Rektor Willy Gemünd, Beigeordnetem Christian Baans und Stiftungsvorstand Walter Eich, was unter anderem an Spielzeug für die Nachmittagsbetreuung an der "Offenen Ganztagsschule" Kommern von der Zuwendung der Mechernich-Stiftung angeschafft worden ist. FOTO: AGENTUR PROFIPRESS

Mechernich-Stiftung förderte „Offene Ganztagsschule“ in Mechernich und Kommern mit Lernspielzeug für die Nachmittagsbetreuung – Schulleiter weisen auf die zunehmende wirtschaftliche Armut in Familien hin

Mit dem Spielzeug der Mechernich-Stiftung können die Grundschulen Mechernich und Kommern viel anfangen und ihren nachmittags in der „Offenen Ganztagsschule“ betreuten „Pänz“ Spaß und Freude bereiten. Alle Probleme gelöst sind mit der Spende der Mechernich-Stiftung allerdings nicht.

Denn die Nachfrage nach einer Ganztags-betreuung in der Grundschule ist einerseits groß. Ohne weiteres könnte die Grundschule Kommern ihre Nachmittagsbetreuung im kommenden Schuljahr von einer auf zwei Gruppen verdoppeln und die Schwesterschule in Mechernich von zwei auf drei Gruppen aufstocken.

Andererseits fehlt es mehr und mehr Elternhäusern an dem nötigen Geld, um diese Ganztagsbetreuung zu bezahlen.
Der Kommerner Grundschulrektor Willy Gemünd sagte es beim Besuch der Stiftungsvorsitzenden Christian Baans und Walter Eich ganz offen: „Es macht sich mehr und mehr die Armut im Land breit.“ Viele Eltern bleiben der Schule den Obolus von 1,80 beziehungsweise 2,50 Euro für ein warmes Mittagessen schuldig.

Gemünd nannte Beispiele der wachsenden wirtschaftlichen Armut aus seiner eigenen Schule: Ein Mädchen fiel auf, das im Winter mit völlig unzureichenden Sommerkleidern zum Unterricht kam. Man forschte nach und fand heraus, dass sie tatsächlich nichts anderes anzuziehen hatte. Eine andere Schülerin hatte ständig Hunger, weil es morgens daheim nichts gab und sie auch kein Schulbutterbrot zum Unterricht mit bekam. Die Schule half in beiden Fällen still und unauffällig.

Erster Beigeordneter Christian Baans, der Vorsitzende der gemeinnützigen Mechernich-Stiftung, sagte zu Willy Gemünd und auch zu der Mechernicher Grundschulrektorin Rita Gerdemann, dass man in der Stiftung über eine Art Feuerwehr-Notfonds nachdenke, aus dem die größte materielle Not bei Kindern im Stadtgebiet Mechernich gemindert werden könne. Dazu müssten sich die Schulleiter aber auf gemeinsame tragfähige Kriterien einigen.

Die im Herbst gegründete Mechernich-Stiftung begann jetzt mit der Ausschüttung von Spenden und Anlageerlösen aus dem Stiftungskapital, um damit gezielt, gemeinnützig und karitativ Gutes im Stadtgebiet Mechernich zu tun. Naturgemäß ist die Summe im ersten Jahr noch nicht sehr hoch. Dennoch ist bis zum Jahresende eine Ausschüttung von rund 6000 Euro geplant, so der Stiftungsvorsitzende Christian Baans.


Einen ganzen Gabentisch voller Spielsachen und Bastelmaterial hatte die Mechernicher Grundschulrektorin Rita Gerdemann von der Zuwendung der Mechernich-Stiftung für ihre in der "Offenen Ganztagsschule" nachmittagsbetreuten Schüler eingekauft. Das es so viel war, ist dem Umstand zuzuschreiben, dass Rita Gerdemann im Internet auf Schnäppchenjagd ging. Foto: ProfiPress
Als erste empfingen jetzt die Ganztagsgruppen der städtischen Grundschulen  Kommern und Mechernich Arbeitsmaterialien und Lernspielzeug im Gesamtwert von 1000 Euro. Weitere Projekte wie die Beihilfe zur Anschaffung von Gehhilfen, insbesondere so genannter Rolatoren, für Senioren sind geplant.
 
Die Mechernich-Stiftung war im Herbst von einem Mechernicher Ehepaar ins Leben gerufen worden. Die Eheleute haben 50 000 Euro aus ihrem privaten Vermögen in diese Bürgerstiftung eingezahlt, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken in der Stadt Mechernich dienen soll. Deshalb heißt sie auch „Mechernich-Stiftung“.

Die Jugend- und Altenhilfe stehen im Stiftungszweck ganz oben an, aber auch bedürftige Personen und sozial schwache Familien in Randgruppen können gefördert werden. Die Stiftung steht jedem offen, der zustiften oder spenden will. Die Satzung der „Mechernich-Stiftung“ ist von der Oberfinanzdirektion geprüft worden, der Regierungspräsident und die Stiftungsaufsicht haben ihren Segen gegeben.

(pp/Agentur ProfiPress)



 
 
 
 
 
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