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Mechernich, die rheinischste der rheinischen Kleinstädte


Eifeltroubadour Günter Hochgürtel sang vor 713 Besuchern der Ausstellungseröffnung sein neues, eigens zur Ausstellung komponiertes, Rheinländer-Lied. Foto: M. Lang/Agentur ProfiPress
„Wir Rheinländer“ und Mechernich stoßen auf Medienresonanz im In- und Ausland - 713 geladene Gäste kamen zur Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Rheinischen Freilichtmuseum in Kommern

3,8 Mill. Euro sind in das neue „Museum im Museum“ die Dauerausstellung „Wir Rheinländer“ im Freilichtmuseum Kommern investiert worden. Die Vorbereitungszeit betrug 5 Jahre, vor zweieinhalb Jahren ging auf dem Kahlenbusch der 1. Spatenstich über die Bühne.

Museumsrestaurator Peter Weiß gipste seither rund 110 Leute ein, die übrigen 130 mussten in die Maskenbildnerei von Birgit Herber nach Köln, um ihre Konterfeis von Herber und ihrem Mann Rolf Ueltzhöffer, dem Chefmaskenbildner der Bühnen der Stadt Köln, abnehmen zu lassen. So kamen die authentischen Gesichter von 240 zum Teil prominenten Zeitgenossen in die Ausstellung. Dort spielen Wolfgang Overath, Dieter Kürten, Hella von Sinnen, Konrad Beikirchen & Co jetzt quasi historische Rollen.


Darsteller historischer Rollen mischten sich während der Ausstellungseröffnung "live" unter die 713 Gäste. Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPress
Seit dem 6. April darf Otto Normalverbraucher die rheinischste aller rheinischen Kleinstädte mit ihren 57 Häusern, Markt- und Straßenszenen und mit ihren 240 stilecht gewandeten Bewohnern in Augenschein nehmen. Die exemplarische Kleinstadt stellt szenisch die Geschichte der Rheinlande von der Besetzung durch napoleonische Truppen bis hin zur Wirtschaftswunderzeit nach.

Exakt 713 mehr oder minder für das Rheinland bedeutsame Persönlichkeiten waren von Museumsdirektor Dr. Dieter Pesch und seiner Museumsmannschaft eingeladen worden, darunter natürlich auch Mechernichs erster Bürger Dr. Hans-Peter Schick, der Wachendorfer Geobotanik-Professor und Funktionär der NRW-Stiftung, Wolfgang Schumacher, Mechernicher Rats- und Kreistagspolitiker, hochrangige Vertreter des Landschaftsverbandes, Mitglieder des Fördervereins, Stammgäste des Museums sowie Gönner.


Ausstellungs-Macher Dr. Dieter Pesch im Straßenzug von Trizonesien. Foto: PROFIPRESS
Der stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung. MdL Winfried Schittges, hatte die angenehme Aufgabe, nach dem von Eifeltroubadour Günter Hochgürtel intonierten „Rheinländer-Lied“ die Begrüßungsansprache zu halten. Persönliche Worte fand Schittges dabei für den „obersten Rheinländer und sein Team“, womit  Museumsdirektor Dr. Dieter Pesch gemeint war.

Auch die Leute, die sich dezent im Hintergrund an den Stehtischen aufhielten, wurden von Schittges gesondert erwähnt: „Da stehen die typischen Rheinländer. Die sind anschließend am ehesten an den Getränken.“ Wie bei Festakten üblich, durfte aber erst zum Kölsch gegriffen werden, als die Reden gehalten waren.

Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff schritt ans Rednerpult, und selbstverständlich gab auch Hausherr Pesch einige launige Bemerkungen zum Besten.

Der für die Unterhaltung zuständige Kabarettist Rainer Pause alias Fritz Litzmann wurde vom Eröffnungspublikum stürmisch gefeiert.

Am Rande hatte das Museum einen Medienrummel zu verzeichnen, der seinesgleichen sucht. Die Ausstellung „Wir Rheinländer“ stößt in ganz NRW, in Rheinland-Pfalz und auch in den Deutsch sprechenden Teilen Belgiens und Luxemburgs auf große Beachtung bei den Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten.

pp/Agentur ProfiPress