Fastnachtsdienstag
Der Erbsenbär im hiesigen Dialekt "Aezebär" ein Symbol der armen Leute.Diese Tierfigur war im 19. Jahrhundert (laut Archiv) im Rheinland eine weit verbreitete Fastnachtsfigur. Sie war Mittelpunkt der Heischeumzüge, das war ein Umzug der armen Handwerksgesellen zur Fastenzeit. Er ist dann später etwas in Vergessenheit geraten.
In Kommern entdeckte man
den Aerzebär wieder in den 20er Jahren, als Armut und Hunger herrschte.
Die Armen wickelten sich in Erbsenstroh und zogen singend von Haus zu
Haus um etwas Geld oder Eßbares zu sammeln. Damit konnten die Armen
dann auch lustig Fastnacht feiern.Auch heute noch ist es Tradition in Kommern, daß der Aezebär Fastnachtsdienstag mit einem lustigen Völkchen mit Musik und viel Spektakel durch den Ort geführt wird. Es wird wie eh und je gesammelt. Das arme Opfer wird ganz in Erbsenstroh eingewickelt, es muß seine Bedürfnisse verdrängen, auch die Sicht ist ihm genommen, das Gehen ist beschwerlich. Angebunden an eine Kette wird er von Wormse Manni geführt, und das seit 40 Jahren. Manni ist noch ein aktives Überbleibsel.
Abends wird der Aezebär dann endlich befreit, das Stroh verbrannt "un dat Jeld op de Kopp jehaue". Eingewickelt wir der Aezebär beim Bauer Hein. Dort trifft sich das lustige Völkchen gegen 13:00 Uhr.
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Aezebär...

...und seine musikalische Begleitung














